Familientherapeutische Beratung

Familientherapie kann bei bei Lern- und/oder Verhaltensauffälligkeiten eines Kindes oder mittlerweile Erwachsenen helfen, die nicht auf Teilleistungsschwächen basieren, sondern seelischen Ursprungs sind.

 

Die Devise in der Familientherapie lautet:

 

Nicht das "Ich" sondern das "Wir" wird behandelt.

 

Die "schwierigen" Kinder, wegen der die Eltern meist zur Therapie kommen, sind Symptomträger oder werden Indexpatienten genannt. Sie werden aber weder als krank, noch als Opfer angesehen. Ihre Symptome - ihr Bettnässen, ihre Essstörungen, ihre Schulprobleme und ihr Schreien werden als Alarmzeichen gedeutet.

 

Durch die Symptomentwicklung der Kinder kann es bei Zerrüttungstendenzen der Eheleute wieder zu einem gemeinsamen Hinschauen oder Zusammenarbeiten kommen, Die Problematik wird also verlagert und auf unbewusster Ebene versucht das Kind den Status quo der Familie zu erhalten.

 

In gestörten Familien, in denen durchweg eine dysfunktionale Ehebeziehung vorliegt, versuchen die Eltern oft ihren Selbstwert durch die Kinder zu erreichen. Entweder gemeinsam, indem sie ihre ganze Aufmerksamkeit von der Paarbezieung ab- und dem Kind zuwenden oder aber gegeneinander indem jeder Ehepartner versucht, das Kind in eine Koalition gegen den anderen Partner zu zwingen. Dadurch kommt das Kind in die traumatische Situtation, den einen Elternteil nur dann zu haben, wenn es den anderen aufgibt.

 

Das heißt, durch die Entwicklung von Symptomen und einer zunehmenden Starrheit und Rigidität versuchen die Familien das Auseinanderbrechen zu verhindern. Die Regeln sind unbewusst und im therapeutischen Prozess geht es häufig um Regelveränderungen und Aufdeckungsarbeit.

 

Allerdings kommen die Familien zur Therapie mit dem Glauben, dass Symptom beseitigen zu können, ohne irgendetwas innerhalb der Familie zu verändern. Da dieses nicht möglich ist, denn das Symptom gehört zum Status quo, setzt sie der Therapie Widerstand entgegen mit der Einstellung: "Wasch mich, aber mach mich nicht nass."

 

In der Familientherapie wird nicht so sehr nach dem Warum gefragt, vielmehr nach dem Wie. Wie sind die Beziehungen der Familienmitglieder untereinander und wie ist die Familie organisiert.

 

Es wird also nicht nach der Ursache oder einem Schuldigen gesucht, sondern der Frage nachgegangen, welchen Sinn das jeweilige Verhalten macht.

 

Die lebenszyklischen Herausforderungen der Familien, wie Geburt eines Kindes, das Erwachsenwerden, Krankheiten, Älterwerden, kann zu Sapnnungen oder sogar in Krisen führen. Dadurch können psychische und/oder körperliche Symptome bei einem oder mehreren Familienmitgliedern auftreten. Häufig sind es die Kinder, die Symtpome zeigen. Diese Symptome werden nun nicht isoliert betrachtet, sondern auf dem Hintergrund der gesamten Familie gesehen, sie stellen quasi einen zum Teil missglückten Lösungsversuch dar, den es zu erkennen gilt. Dadurch wird es der Familie häufig möglich, eine zu lösende Aufgabe mit einer anderen, neuen Strategie zu bewältigen und die Symptome verschwinden.

 

 

Folgende Methoden werden in der Familienherapie eingesetzt:

Genogramm - Stammbaum

Zu Beginn der Therapie werden die Klienten aufgefordert ein Genogramm ihrer Familie zu erstellen. Genogramme dienen der Darstellung von komplexen Informationen über Familiensysteme. Ein Genogramm verläuft meistens über drei Generationen und die Klienten müssen einiges an Informationen einholen.

  • Namen, Geburtsdatum, eventuell Todesdatum
  • Datum der Heirat, Daten von Trennung und Scheidung
  • Wohnorte, Herkunftsorte der Familie, Ortswechsel
  • Krankheiten, Unfälle, Süchte, Mord, Todesursachen, Beruf

Die Klienten müssen sich stark mit ihrer Familie auseinandersetzen. So können die Vergangenheit und die Gegenwart aus einer Metaposition betrachtet werden. Oft ergeben sich für die Betrachter überraschende Aufschlüsse.

  • Das Familienbrett
    Das Familienbrett ist eine Mittel für die Kommunikation über soziale Systeme. Es beinhaltet gewissermaßen eine Miniaturversion einer Familienskulptur, das sich aber von realen Familienskulpturen unterscheidet.
    im therapeutischen und beraterischen Prozess eignet sich das Familienbrett ganz besonders für das Ausprobieren von bisher nicht ekannten Alternativen zu aktuellen Problemen, aber auch für Rekonstruktionen vergangener Ereignisse und für ein konkretisierendes Ausmalen von Zukunftsphantasien.

     
  • Familienskulptur
    Wenn Worte versagen, können Beziehungen körperlich oder gestalterisch ausgedrückt werden. "So werden Szenen mit Puppen, Stühlen, Legosteinen oder Schachfiguren aufgestellt. Die Aufgabe, die Beziehungen der Familie in Haltung und Position darzustellen ermöglich einen ganzheitlichen Zugang zu dem komplexen System Familie.

Kontakt:

 

Praxis für Lerntraining, Diagnostik & Beratung

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Auf dem Bräunfeld 10
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